Ila Werkstatt

WAS IST DIE I.L.A. WERKSTATT?

I.L.A. steht für Imperiale Lebensweise und solidarische Alternativen. In der I.L.A.-Werkstatt setzen sich junge Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen mit den Problemen der imperialen Lebensweise und Möglichkeiten einer solidarischen Lebensweise auseinander. Sie entwickeln und erproben Transformationsstrategien für einen sozial-ökologischen Wandel und verknüpfen so wissenschaftliche Analyse mit politischer Praxis.

Bei jeder I.L.A.-Werkstatt wird ein Team von Multiplikator*innen ausgewählt, die fortgebildet und dabei begleitet werden, eigene Projekte umzusetzen. In der ersten I.L.A.-Schreibwerkstatt (2016-2017) wurde das Dossier “Auf Kosten Anderer?” entwickelt. Es zeigt, warum unsere alltägliche Lebensweise ausbeuterisch ist, inwiefern sie Mensch und Natur belastet und weshalb es so schwer ist, ihr zu entkommen. In der zweiten I.L.A.-Schreibwerkstatt (2018-2019) ist das Buch “Das Gute Leben für Alle” entstanden. Darin wird die Vision einer solidarischen Lebensweise als Alternative entworfen, Initiativen in verschiedenen Lebensbereichen diskutiert und Transformationsstrategien vorgeschlagen. Die derzeit laufende erste I.L.A.-Wandelwerkstatt (2019-2021) hat diese Strategien weiterentwickelt und setzt sie in konkreten Wandelprojekten um.

Die I.L.A.-Werkstatt ist ein Projekt des Vereins Common Future. Prof. Dr. Thomas Kopp hat das Projekt initiiert und gestaltet die Werkstattreihe zusammen mit den Projektleiter*innen und der Prozessbegleiterin Karin Walther. Die zweite Werkstatt wurde von Dr. Katharina van Treeck geleitet, unterstützt von Friederike Hildebrandt. Die dritte Werkstatt wird von Wiebke Thomas und Johanna Ritter geleitet, unterstützt von Nicola Kadel.

 

»Die I.L.A.-Werkstatt macht eine wichtige und vorzügliche Arbeit und sie sprüht vor Ideen. Wir sind froh darüber, dass wir bei persönlichen Begegnungen miterleben durften, mit wieviel Leidenschaft dieses Projekt angegangen und umgesetzt wird.«

Ulrich Brand, Maja Göpel, Barbara Muraca, Tilman Santarius & Markus Wissen

Aktuelles Projekt: Die I.L.A.-Wandelwerkstatt

In der I.L.A.-Wandelwerkstatt wollen wir das in den Schreibwerkstätten erarbeitete Wissen in die Gesellschaft tragen. Von November 2019 bis Mai 2021 entwickeln wir mit dem Team der dritten I.L.A.-Werkstatt Transformationsstrategien und Projekte, mit denen wir Menschen für eine sozial-ökologische Transformation begeistern. Vier Wandelprojekte bringen Innovationen im Bereich öffentlichkeitswirksamer Aktionen und Kommunikation hervor, um Menschen für global gerechte und nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen zu sensibilisieren und ins Handeln zu bringen.

Wenn ihr informiert bleiben wollt – folgt uns in den Sozialen Medien und tragt euch in den Newsletter ein.

Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union, Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Brot für die Welt und den Katholischen Fonds.

Vielen Dank:

Wir kooperieren mit:

UNSERE VERÖFFENTLICHUNGEN

Mit einem Klick auf die Buchcover erfährst du mehr über die beiden I.L.A.-Schreibwerkstätten

Aus dem I.L.A.-Kollektiv

Viele Absolvent*innen der I.L.A.-Werkstätten organisieren sich im I.L.A.-Kollektiv. Das I.L.A.-Kollektiv kooperiert an vielen Stellen weiterhin mit der I.L.A.-Werkstatt. Gleichzeitig organisiert das I.L.A.-Kollektiv auch eigene Projekte.
Zum I.L.A.-Kollektiv gehören auch Mitglieder von KAUZ: Die Autor*innen der Broschüre von „A wie Arbeit bis Z wie Zukunft”. Diese Broschüre entstand im Rahmen der “Schreibwerkstatt Imperiale Lebensweise” unseres befreundeten Vereins Periskop in Österreich.

Von A wie Arbeit bis Z wie Zukunft- Arbeiten und Wirschaften in der Klimakrise

Die Erde erhitzt sich immer schneller. Wir leben, arbeiten und produzieren auf Kosten anderer und auf Kosten unserer Zukunft. Was müsste sich an der Arbeitswelt und der Wirtschaft verändern? Vor welchen Herausforderung und Aufgaben stehen Beschäftigte in Betrieben und Gewerkschaften, um gute Arbeit und ein gutes Leben für alle zu ermöglichen?

Die 56-seitige illustrierte Broschüre mit Vorwort von Ulrich Brand, Sylvia Leodolter und Ilija Trojanow entstand im Rahmen der Schreibwerkstatt imperiale Lebensweise, organisiert vom Wiener Kollektiv Periskop.

Die Autor*innen, organisiert im I.L.A.-Kollektiv, freuen sich, wenn die Broschüre insbesondere bei Beschäftigten, Betriebsrät*innen und Gewerkschaften, aber auch bei Schüler*innen und andernorts, Verbreitung findet. Für Kooperationen und Anfragen für Bildungsarbeit (Workshops, Vorträge) bitte melden bei: info@kollektiv-periskop.org

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Hannah Engelmann, Mitglied des I.L.A. Kollektivs hat im Unrast Verlag das Buch “Antiqueere Ideologie” veröffentlicht.

»Inzwischen ist in Deutschland ein heterogener Block von katholischen Kirchenvertretern und Evangelikalen über Neoliberale und Rechtskonservative bis hin zu völkischen Nationalsozialen in der Frage geeint: ›Gender‹ muss gestoppt werden. Der Diskurs entspringt klerikalen Kreisen, hat sich aber längst in bürgerlichen wie rechten Medien festgesetzt.« – aus der Einleitung

Diskurse gegen Gleichstellung, Geschlechterforschung und die Freiheit des geschlechtlichen Ausdrucks haben Konjunktur. Von Vatikanstadt bis Washington und Rio, von Kisslegg bis Schnellroda finden sich Allianzen gegen die Feindbilder von ›Gender-Ideologie‹ und ›Frühsexualisierung‹. Sie geben vor, ›Natur‹, ›Volk‹ und ›Familie‹ gegen den ›Verfall‹ zu schützen. Ihre Akteur*innen sehnen sich nach Sicherheit und klaren Grenzen, fürchten sich vor Verwischungen und Dekonstruktion: Sie propagieren eine anti-queere Ideologie.

Was veranlasst Menschen, sich im Netz dieser Ideologie zu verfangen – und wie kann politische Bildung sie darin bestärken, eigene Wege jenseits rigider Normen und autoritärer Sehnsüchte zu gehen? Dieser Frage geht Autorin Hannah Engelmann auf verschiedenen Ebenen nach. Sie untersucht die Wurzeln antiqueerer Ideologie im Feld der Ökonomie und in der Weise, wie wir zu Subjekten werden und uns mit Kollektiven identifizieren. Dabei kommt ein komplexes Wechselspiel von politischen und psychischen Regressionen zum Vorschein. Angesichts dessen stellt sie Überlegungen dazu an, was eine kritische Diversity Education dem entgegensetzen kann. Sie führt Gespräche mit erfahrenen Praktiker*innen der politischen Bildung aus gewerkschaftlichen, queeren und anti-rassistischen Kontexten. Am Ende stehen konkrete Ideen für eine Bildungsarbeit, die zu einer sichereren Gesellschaft für alle beiträgt, indem sie kollektive Identifizierungen verunsichert.

Postwachstumsstadt – Konturen einer solidarischen Stadtpolitik

Anton Borkow-Loga, Mitglied des I.L.A. Kollektivs hat im oekom-Verlag das Buch „Postwachstumsstadt“ mitherausgegeben.

Städte ohne Wachstum – eine bislang kaum vorstellbare Vision. Doch Klimawandel, Ressourcenverschwendung, wachsende soziale Ungleichheiten und viele andere Zukunftsgefahren stellen das bisherige Allheilmittel Wachstum grundsätzlich infrage. Wie wollen wir heute und morgen zusammenleben? Wie gestalten wir ein gutes Leben für alle in der Stadt? Während in einzelnen Nischen diese Fragen bereits ansatzweise beantwortet werden, fehlt es noch immer an umfassenden Entwürfen und Transformationsansätzen, die eine fundamental andere, solidarische Stadt konturieren. Diesen Versuch wagt das Projekt Postwachstumsstadt.

In diesem Buch werden konzeptionelle und pragmatische Aspekte aus verschiedenen Bereichen der Stadtpolitik zusammengebracht, die neue Pfade aufzeigen und verknüpfen. Die Beiträge diskutieren städtische Wachstumskrisen, transformative Planung und Konflikte um Gestaltungsmacht. Nicht zuletzt wird dabei auch die Frage nach der Rolle von Stadtutopien neu gestellt. Dadurch soll eine längst fällige Debatte darüber angestoßen werden, wie sich notwendige städtische Wenden durch eine sozialökologische Neuorientierung vor Ort verwirklichen lassen.

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Plakat-Aktion: In Zeiten von Corona...#WasWäreWenn

(aus dem I.L.A.-Kollektiv)

Die Krise als Chance?! #InZeitenVonCorona verschärfen sich Grenzziehungen und autoritäre Antworten. Aber plötzlich sind auch Solidarität, Gemeinwohl und Sorge in aller Munde. Unmögliches scheint plötzlich möglich. Die Plakat-Aktion #WasWäreWenn will diese Widersprüche in die Öffentlichkeit tragen. Die Plakat-Reihe wurde von Menschen aus dem I.L.A.-Kollektiv erarbeitet. Sie wollen damit Zweifel säen an der Erzählung, dass ein gesellschaftlicher Wandel hin zu einer besseren Zukunft für alle nicht möglich sei!
Macht mit, ladet euch die Plakate runter und verbreitet sie on- und offline!  Falls ihr Ideen für weitere Slogans habt, schickt uns eine E-Mail an dasgutelebenfueralle@posteo.de bzw. kontaktiert uns über unsere Social Media-Kanäle.

Mehr zur Plakat- Aktion

🔶Für einen sozial-ökologischen Umbau der Industrie!🔶
 
 Als sich zu Beginn der Corona-Krise abzeichnete, dass es in Krankenhäusern an Geräten und Ausstattung mangelte, reagierte SEAT blitzschnell. Das Automobil-Unternehmen, das zum Volkswagen-Konzern gehört, stellte innerhalb von einer Woche Teile seiner Produktion um und produziert täglich bis zu 300 Beatmungsgeräte. Ähnlich reagierten diverse Textil-Unternehmen, die kurzfristig Atemschutzmasken und Kittel fürs Pflegepersonal herstellen. Auch einige Kosmetik- und Getränkehersteller haben umgestellt und produzieren neuerdings Desinfektionsmittel.👩‍🏭✨ 
 #InZeitenVonCorona wird deutlich, welche Produktion wirklich #systemrelevant ist und zum Gemeinwohl beiträgt. In unserem aktuellen Wirtschaftssystem stellen viele Unternehmen viel zu viele Güter her. Das trägt vor allem dazu bei, die Gewinne der Unternehmen in die Höhe zu treiben. Gleichzeitig sind viele dieser Produkte extrem schädlich für die Umwelt und fürs Klima, verbrauchen Unmengen an Ressourcen und basieren auf der Ausbeutung von Arbeiter*innen.😡
 
 Um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen, brauchen wir dringend eine Debatte darüber, welche Produktionszweige gesellschaftlich und ökologisch sinnvoll sind und welche Teil der Produktion im Sinne des Gemeinwohls runtergefahren oder umgebaut werden sollten, Stichwort: Konversion! Arbeiter*innen sollten (mit)entscheiden können, welche Güter sie für gesellschaftlich sinnvoll halten und für die Produktion welcher Güter sie ihre Arbeitskraft einsetzen wollen – für spritfressende Drecksschleudern oder für lebensrettende Medizintechnik? 🌎💪
 
 Denn: #WasWäreWenn…Unternehmen immer fürs Gemeinwohl produzieren würden, anstatt überflüssige Produkte herzustellen?
🔶Gesundheit vor Profite🔶
 
Spanien hat mit einer besonders hohen Zahl an COVID-19-Infektionen zu kämpfen. Das in Folge der Euro-Krise kaputt gesparte und vermehrt privatisierte Gesundheitssystem ist völlig überfordert. Regierungschef Sánchez stellte für die Dauer des Alarmzustands private Gesundheitsanbieter und ihre Ausrüstungen unter Kontrolle der zuständigen Behörden. 🏥🚑
 
Dass immer größere Teile der Gesundheitsinfrastruktur in den Händen privater Unternehmen sind, führt zu einem höheren Wettbewerb um Profite, die mit den Bedürfnissen von Kranken und Sorgebedürftigen gemacht werden können. Krankenhäuser müssen wie Fabriken wirtschaften: Möglichst wenig Kosten, möglichst viel Output. Darunter leiden Angestellte genauso wie Patient*innen.😡
 
Krankenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die profitorientierte Privatisierung dieser wichtigen Infrastruktur muss zurückgenommen werden. Stattdessen brauchen wir eine umfassende und gut funktionierende öffentliche Gesundheitsinfrastruktur, bei der eine gute Versorgung aller Patient*innen und würdige Arbeitsbedingungen für die Angestellten im Mittelpunkt stehen. Denn nicht nur in Zeiten von Corona muss klar sein:
‼️Menschliche Gesundheit ist keine Ware‼️
 
Deswegen fragen wir: #WasWäreWenn …das gesamte Gesundheitswesen in öffentlicher Hand wäre und Gesundheit immer vor Profiten stehen würde?
Was heißt es ein*e freie*r Bürger*in zu? Was heißt es das „Recht auf Rechte“ (Hannah Arendt) zu haben und verwirklicht zu sehen? Im Artikel 28 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es: „Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.“ Doch da dieses Rechte erst zur Geltung kommt wenn Menschen einen Bürger*innen Status besitzen, der an Nationalstaaten geknüpft ist, sind wir von der Erfüllung dieses Rechts noch weit entfernt. Portugal macht hier einen ersten Schritt, zum mindest in Coronazeiten Grundrechte von Menschen zu gewährleisten, ein erster Schritt…
 
Du willst es genauer wissen?
Der Zugang zu Gesundheitsversorgung 
 
Der Zugang zu Strom und Wärme ist unumgänglich für gesellschaftlicher Teilhabe und in Teilen zum Überleben selbst. Dennoch sind in Deutschland jedes Jahr rund 300.000 Menschen von Stromsperren und rund 30.000 Menschen von Gassperren betroffen. Diese Menschen können zu Hause kein Handy mehr laden, abends keine Hausaufgaben mehr machen und der Elektroherd bleibt auch kalt. Betroffen sind vor allem Menschen, die an der Armutsgrenze leben oder plötzliche Schicksalsschläge erleiden. Der Strompreis ist zwischen 2008 und 2018 um rund 40 Prozent gestiegen, der Stromkostenanteil am Hartz IV Satz gerade mal um 27 Prozent.
Zynisch mutet da eine Aussage von Joachim Pfeifer, dem wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Bundestag, an, der die Versorgung mit Strom mit dem Bezug eines Zeitungsabos oder einer Pauschalreise gleichsetzt, für die es wie für jede Leistung zu bezahlten gelte [1].
Für uns muss die Grundversorgung mit Strom und Wärme zu einem Grundrecht gehören, dass jedem Menschen unabhängig von seiner finanziellen oder persönlichen Lage zusteht. Ein progressiver Strompreis, bei dem ein Grundbudget an Strom und Wärme für jede*n Kostenlos zur Verfügung gestellt wird und mit steigendem Stromverbrauch die Stromkosten schneller ansteigen, wäre ein erster Schritt hin zu einer gerechteren und solidarischeren Stromversorgung. Weitere Ideen für ein solidarisches Energiesystem findest Du in Kapitel 8 unseres Buchs “Das gute Leben für alle – Wege in die solidarische Lebensweise”, welches Du hier kostenlos downloaden kannst [2].
 
In Coronazeiten zeigt sich, wie sehr die eigene Existenz vom Job und dem Wohlergehen von Unternehmen abhängt. Was schon vorher für Viele wirtschaftliche Probleme mit sich brachte, wird durch die Wirtschaftskrise jetzt noch einmal massiv verschärft. Die Zeit ist reif dafür, über alternative Formen der Existenzsicherung nachzudenken. 
 
Ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) ist ein Einkommen, dass alle Menschen ohne Zwang zur Arbeit und ohne Bedürftigkeitsprüfung erhalten. Ein BGE würde Menschen die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust nehmen, sie unabhängiger von der Lohnarbeit machen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
 
Aber wer soll das denn bezahlen? Vor der Coronakrise war dies eines der zentralen Gegenargumente. Jetzt aber zeigt sich: Geld ist da. Staaten und ihre Zentralbanken können neues Geld per Knopfdruck erstellen und verteilen. Weder wachsen dadurch Staatsschulden noch die Inflation. Die Frage ist nur: Wer erhält das Geld?
 
Rettet nicht Konzerne sondern Menschen! Finanziert ein BGE statt Dividenzahlungen von DAX-Unternehmen!
 
Zum Weiterlesen:

Wir erleben gerade besonders eindringlich, dass dringend benötigter Wohnraum in den letzten Jahren massiv zweckentfremdet wurde, beispielsweise für Ferienwohnungen: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134815.zweckentfremdung-die-krise-gegen-airbnb-nutzen.html Die Krise sollten wir daher nutzen, um dafür zu sorgen, dass es in der Stadt endlich Raum für alle gibt.

Zum Weiterlesen: In Kapitel 6 unseres Buchs “Das Gute Leben für alle” zeigen wir, welche Alternativen es zur wachstumsabhängigen Stadt gibt, von Hausprojekten über den Mietshaus Syndikat Verbund bis zum Recht auf Stadt und umfassenden solidarischen Gegenentwürfen.

Das Recht auf Wohnen ist umkämpft – ganz besonders in Krisenzeiten. Während einige die Krise als Möglichkeitsfenster sehen, um für bessere Wohnbedingungen zu streiten, ist für andere klar, dass das Recht auf eine solidarische Stadt für alle in noch weitere Ferne rückt. Welche Hebelpunkte für Veränderungen sehen wir jetzt?

Bogotá, New York, Berlin, Mexico City, Vancouver – überall entstehen gerade neue Fuß- und Radwege, wo früher Autos fuhren. Brüssel hat die gesamte Innenstadt zur Fuß- und Radverkehrszone deklariert. 
 
Was sinnvoll ist in Corona-Zeiten, um zueinander Abstand halten zu können, ist auch sinnvoll gegen Klimawandel, Luftverschmutzung und verstopfte Straßen.
 
In der Coronakrise liegt auch die Chance, unser Zusammenleben in der Stadt neu zu gestalten und städtischen Raum neu zu verteilen. Wir wollen mehr öffentlichen Raum für Menschen statt für Autos!
 
Zum Weiterlesen:

Veranstaltungen & Medien

Online-Veranstaltung “Der Umwelt zuliebe? Lebensmittelkonsum zwischen Idealismus, Systemkritik und Greenwashing”

der Muslimischen Akademie Heidelberg i.G. am 20. Januar 2021 um 18 Uhr: Unter der Leitung von Axel Weiß (SWR) diskutieren Dr. Asmaa El Maaroufi (WWU Münster), Wiebke Thomas (I.L.A.-Kollektiv), Dr. Silke Lichtenstein (Dr. Rainer Wild-Stiftung) und Yusuf Turna (Josef`s Bio) unter anderem über ernährungsbezogenes Konsumverhalten im Kontext von Umweltbelastungen, ökonomischer Ungleichheit und Generationenverantwortung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist über Zoom möglich, den Link hierzu erhaltet ihr nach Anmeldung unter anmeldung@teilseiend.de.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf www.teilseiend.de.

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09.09.2019 │10:00 – 17:00 Uhr
dock europe, Bodenstedtstr. 16, 22765 Hamburg

Workshop “Vom Wissen zum Handeln – Lernen in transformativen Prozessen” in Kooperation mit Engagement Global und Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD). Mit Nilda Inkermann vom ILA-Kollektiv.

Mehr Infos hier.

12.09.2019
Europa-Universität Flensburg

Workshop “Das gute Leben für alle” im Rahmen der Einführungswoche des Masterstudiengangs Transformationsstudien an der Europa-Universität Flensburg.

Mehr Infos folgen.

13.09.2019 │15:00 – 17:00 Uhr
Bornholdt, Zingelstraße 14

Workshop “Das gute Leben für alle” bei dem Aktionstag “gut.leben.nachhaltig.gut” mit Jonas Lage vom ILA-Kollektiv in Kooperation mit der El Salvador Gruppe Meldorf.

Mehr Infos hier.

13.09.2019 │19.30 – 21.00 Uhr
Ditmarsia, Süderstraße 16, Meldorf

Podiumsdiskussion “Konsum und Wachstum bis zum Kollaps- Wege aus dem Dilemma” auf dem Aktionstag “gut.leben.nachhaltig.gut”. Mit Nico Paech, Jonas Lage (ILA-Kollektiv), Rainer Carstens, Jügren Wollschläger, Martina Hummel-Manzau, Schüler*innen des MGS, Moderation: Frank Zabel

Mehr Infos hier.

23.09.2019 │18:30 Uhr
Volkshochschule Lübeck

Workshop “Vom Leben auf Kosten Anderer zum Guten Leben für Alle” in Kooperation mit Attac Lübeck und der Volkshochschule Lübeck.

Auch die restlichen Veranstaltungen der Reihe stehen unter dem Motto „Vom Leben auf Kosten anderer zum Guten Leben für Alle“. Es folgen spannende Vorträge zu Strategien, Wohnraum und Permakultur.

Mehr Infos hier.

23 – 27.09.2019
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Unterschiedliche Beiträge auf der Konferenz “Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften” unter anderem mit Mitgliedern des ILA-Kollektivs.

Mehr Infos hier.

26.09.2019 │10:00 – 13:00 Uhr

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Forum: Konturen der solidarischen Lebensweise – Potentiale des Konzepts der Lebens- und Produktionsweise für die Postwachstumsdebatte auf der Konferenz “Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften”.

Mehr Infos hier.

26.09.2019 │15:00 – 17:30 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Forum “Wohnen im Wandel. Urbane Transformationen zwischen Institutionalisierung und Bewegungspolitik” auf der Konferenz “Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften”.

Mehr Infos hier

27.09.2019 │13:30 – 15:00 Uhr
Kulturzentrum Pavillon, Hannover

Workshop “Imperiale Lebensweisen” mit Hannah Engelmann und Laima Eicke  bei „Was ist das für 1 Freiheit?!“

Mehr Infos hier.

21.10.2019 │17:30 – 19:30 Uhr
Technisch-Gewerbliche Abendschule (TGA), Hörsaal B402, 4. Stock, Plößlgasse 13, 1040 Wien

Podiumsdiskussion “Von A wie Arbeit bis Z wie Zukunft” mit Ulrich Brand (Professor an der Universität Wien), Izabela Glowinska (I.L.A.-Kollektiv), Sylvia Leodolter (Arbeiterkammer Wien), Anna Daimler (Gewerkschaft vida) und Moderator Christoph Streissler (Arbeiterkammer Wien)

Mehr Infos: kollektiv-periskop.org/termine/

Veranstaltungen vor September 2019

01.11.2019 │ab 18 Uhr
Kulturkneipe Spatz, August-Bebel-Straße 4, 99880 Waltershausen

Buchvorstellung “Nobel geht die Welt zugrunde?” das ILA-Kollektiv stellt seine Publikationen vor.

Mehr Infos hier.

06.11.2019 │20:00 Uhr
Theaterwerkstatt Pilkentafel, Pilkentafel 2, 24937 Flensburg

Diskussion “Nicht weiter so! Aber wie denn?” mit Jonas Lage vom ILA-Kollektiv.

Mehr Infos hier.

08.11.2019 │9:00 Uhr
Christian-Albrecht-Universität Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4, 24118 Kiel

Workshop “Vom Leben auf Kosten anderer zum guten Leben für Alle” mit Jonas Lage vom ILA-Kollektiv.

Mehr Infos folgen.

13.11.2019 │18 – 20:00 Uhr
FahrradKinoKombinat, Lorentzendamm 6 – 8, 24103 Kiel

Vortrag ” Vom Leben auf Kosten anderer zum guten Leben für Alle” mit Jonas Lage vom ILA-Kollektiv in Kooperation mit Attac Kiel.

Mehr Infos hier.

 
02.12.2019 │16:40 – 18:10 Uhr
tuuwi, George-Bähr-Str.1e, 01069 Dresden

Umweltvorlesung “Das gute Leben für Alle: Wege in die Solidarische Lebensweise” bei “Wandelgeschichte- Die Gesellschaft von morgen” organisiert von der tu umwelt initiative.  Mit Max Becker vom ILA-Kollektiv.

Mehr Infos hier.

19.12.2019 │19:00 Uhr
Osthafenforum im medico-Haus, Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt

Vortrag “Auf dem Weg zu einem guten Leben für alle! “bei der Veranstaltungsreihe “Der utopische Raum” der Stiftung medico international. In Kooperation mit dem Institut für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Mit Nilda Inkermann und Simon Walch vom ILA-Kollektiv.

Mehr Infos hier.

03.02.2019 │18:00 – 20:30 Uhr
Malobeo, Kamenzer Straße 38, Dresden

Workshop “Das gute Leben für Alle: Wege in die Solidarische Lebensweise” beim offenen Informations-, Austausch und Vernetzungsabend für Pädagog*innen, Studierende, Schüler*innen, Projektkoordinator*innen und alle Interessierten am Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit Hannah Engelmann vom ILA-Kollektiv.

Mehr Infos hier.

 

Audio-Vortrag “Tiere essen als imperiale Praxis” von Hannah Engelmann
25min-Input

Die imperiale Lebensweise ist dadurch gekennzeichnet, dass sich ein kleiner Teil der Weltbevölkerung übermäßig an den Ressourcen der Welt bedient – und das in einem immer größer werdenden Ausmaß.
Hinter dem “Ressourcen”-Begriff verbirgt sich dabei ein Sammelsurium, das von Schätzen des Bodens über die Arbeitskraft von lohnabhängigen Menschen bis hin zu den Körpern von Tieren reicht.
Die Dimensionen der imperialen Lebensweise kristallisieren sich in den Praktiken der industriellen Tierhaltung besonders klar – von Produktion und Konsum über politische Institutionen bis zu Alltagsbewusstsein und Diskursen. Da sind die Arbeitsverhältnisse in den Schlachthöfen und auf den Futtermittelfeldern, da ist das Supermarktsystem mit seinen entfremdeten Essenswaren aus dem Nirgendwo, da ist die Zerstörung der Natur durch Monokulturen, Gülle-Ströme und Treibhausgase, und immer “das unbeschreibliche, unausdenkliche Leiden der Tiere” (Max Horkheimer)

 

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FOLGE UNS

Die Social-Media-Kanäle der I.L.A.-Werkstatt zeigen Inhalte des Projektes I.L.A.-Werkstatt sowie des I.L.A.-Kollektivs. Inhalte, die unabhängig von der Werkstatt veröffentlicht werden, sind mit (kollektiv) gekennzeichnet.
Zudem wird der Twitter-Account zum Beispiel bei Veranstaltungen von unterschiedlichen Menschen des Kollektivs bespielt, dies wird durch ein Kürzel kenntlich gemacht.

HERZLICHEN DANK
an unsere Förder*innen!

Die I.L.A.-Werkstatt ist ein Projekt des Common Future e.V.

Diese Webseite wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union erstellt. Für den Inhalt der Webseite ist ausschließlich Common Future e.V. verantwortlich. Die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Europäischen Union, des Katholischen Fonds, von Brot für die Welt und von Engagement Global oder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder.

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